Energieeffizienz-Produkte – Neue Anbieter als Vorreiter der Entwicklung
Sei es im Messwesen, bei der innovativen Gestaltung von Tarifen oder bei der Beleuchtungsoptimierung: Neue Energieanbieter sehen die Energieeffizienz als eines der wesentlichen zukünftigen Geschäftsfelder. Der folgende Artikel gibt anhand konkreter Beispiele einen Überblick über die Vielfältigkeit der Produkte neuer Anbieter und nennt die dringendsten Forderungen der neuen Energiedienstleister an Politik und Regulierer.
Die Ensys AG (Ensys), ein unabhängiger Stromversorger aus Frankfurt am Main, unterstützt Industrie- und Gewerbekunden dabei, ihren Stromverbrauch energie- und kosteneffizient zu managen – und das bereits seit einigen Jahren, lange bevor die EU ihre Effizienz-Initiativen startete. Dabei hat sich ein Missstand von zentraler Bedeutung heraus kristallisiert: "Noch immer kennen zahlreiche Unternehmen ihre Energieverbrauchsdaten nicht oder nur unzureichend", berichtet der Vorstandsvorsitzende der Ensys, Alfred Steiof. Die Unkenntnis von Verbrauchsauffälligkeiten führe oftmals zu inkorrekten Bedarfsermittlungen. „ Erst die ausreichende Kenntnis von Verbrauchsspitzen, insbesondere wenn diese prognostizier- und beeinflussbar sind, bedinge einen effizienten Energieeinsatz.
Ensys AG: Transparenz als wesentliche Voraussetzung
Dagegen hat die Ensys ein Rezept entwickelt: Mit Hilfe spezieller Tools lassen sich die Daten, gegliedert nach Stamm-, Verbrauchsstellen- und Messdaten, übersichtlich aufbereiten. So könnten sich die Unternehmen ihre je nach Abnahmestelle spezifischen Stromverbrauchsdaten anzeigen lassen und diese selbst auswerten: in tatsächlich gemessenen Viertelstunden-Leistungswerten oder nach Tages-, Wochen- oder Monatszeiträumen, in grafischer oder tabellarischer Form. Zum einen erhielten Kunden dadurch eine höhere Transparenz über ihre Stromverbrauchsdaten. Zum anderen ließen sich "Ausreißer" – das heißt: Lastspitzen zu wiederkehrenden Zeiten – leicht identifizieren, beseitigen und damit die Energiekosten auf Dauer deutlich senken.
"Mittels Datentransparenz sind oftmals hohe Einsparpotenziale beim Stromverbrauch zu realisieren", so Steiof. Um das Verbrauchsverhalten über eine definierte Zeitspanne vergleichen zu können, bildeten aufbereitete Lastgangdaten eine wesentliche Grundlage. Aufbauend auf einer Echtzeit-Erfassung der Verbrauchsdaten seien Lastgang-Management-Systeme in der Lage, über einen Steuerungsalgorithmus den Betriebsablauf störungsfrei zu lenken. "Sie können bei Bedarf auch zu einem Facility Management tauglichen System ausgebaut werden – mit der Möglichkeit, nicht nur die Verbrauchskennzahlen des Unternehmens, sondern auch die gebäudespezifischen Daten abzubilden", erläutert Steiof.
Auch durch intelligente Messverfahren (Smart Metering) ermöglicht die Ensys ihren Kunden Transparenz. "Ziel des Einsatzes von intelligenten Zählern ist es, Unternehmen durch detaillierte und häufigere Abrechnungen oder regelmäßige Information, zum Beispiel über das Internet, ihren spezifischen Stromverbrauch und die Stromkosten transparenter zu machen – und somit die Energieeffizienz zu fördern", betont Alfred Steiof.
Für Ensys ist die Energiepolitik gefordert, klare Rahmenbedingungen und damit weitere Anreize auch für Stromunternehmen zu schaffen, langfristig in Energieeffizienzmaßnahmen zu investieren: "Mechanismen wie die freie Vermarktung der EEG-Produktionsmengen, Smart Metering und erleichterter Zugang zu den Verbrauchsdaten können hier einen effizienteren Energieeinsatz fördern."
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